Meine Seiten

Heute möchte ich mich gerne bei euch etwas genauer vorstellen. Auf meiner Über mich – Seite habe ich es schon anklingen lassen und möchte euch nun noch etwas genauer beschreiben wer meine Seiten sind.

Meine straighte Seite

Mein Name ist Caroline Heft, ich bin 33 Jahre alt und wohne in Neunkirchen am Brand.

Als erstes stelle ich euch meine straighte Seite vor. Diese Seite hat mich weit gebracht. Sie war lange Zeit mein innerer Antreiber, hat mich zu Höchstleistungen angespornt.

Ich bin gelernte Industriekauffrau und arbeite seit vielen Jahren im Bereich Projektabwicklung und -Controlling. Ich habe interessante und herausfordernde Jobs gemacht, bin auf der Karriereleiter zügig nach oben gesprungen und habe immer Vollgas gegeben. Versagen gab es bei mir auf der Arbeit nicht. Ich habe mich allen Herausforderungen gestellt und so lange gerackert, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war und meine Chefs auch. Es gab keine Aufgabe, die ich abgelehnt habe und gesagt habe „Sorry, das kann ich nicht oder das ist mir zu viel“.

Nicht nur im Job hat mich dieses Zielstrebigkeit viele Hindernisse überwinden lassen. Auch privat habe ich Vollgas gegeben. Im Sport galt lange Zeit: schneller, härter, mehr. Am liebsten die krassen Sachen: Bootcamp, HIIT, Spinning oder auch mal 18 Kilometer durch den Matsch kämpfen beim Hindernislauf. Eine 7-tägige Alpenüberquerung? Kein Problem! Yoga? Gibt’s das auch in anstrengend?

Und nachdem irgendwann mein Arbeitspensum und mein Sportpensum abgearbeitet waren, gab es ja noch so viele andere Dinge zu tun. Verabredungen, Haus bauen, pendeln, anderen helfen, Freunde übers Wochenende besuchen etc…. Es gab Zeiten, da musste ich für das nächste unverplante Wochenende 4 Monate weiterblättern im Kalender!

Meine Devise war damals in fast allen Bereichen kühl und sachlich: Problem – Analyse – Lösung – Machen! ✔️

Und diese Seite hat viel Kraft gebraucht. Kraft von anderen Seiten in mir. Mehr als mir gut tat…

Meine ausgelaugte Seite

Wie viel Kraft diese straighte Seite in mir gezogen hat, musste ich letztes Jahr im Oktober schmerzlich feststellen.
Meine Akkus waren leer, nichts ging mehr. Keine Arbeit, kein Sport, noch nicht mal Yoga, keine kleineren Aufgaben,…niente.
Ein kleiner Spaziergang war das höchste der Gefühle und das einzige, was mich davon abhielt 24h rumzuliegen und von Couch zu Bett zu pendeln und zurück.

Und da merkte ich wie viel Leere in mir war.
Erst da habe ich gemerkt, wie krass ich mich von meinen eigenen Gefühlen und von meiner Schmerzgrenze abgekapselt hatte, weil ich es sonst alles gar nicht geschafft hätte.
Und noch nicht mal da merkte ich die Gefühle – da war nur „nichts“, dunkle stille Leere.

Ich kann mich gut an den Moment erinnern, als ich diese Leere das erste mal körperlich wahrgenommen hatte.
Es war so ein wahnsinnig beängstigender Moment! Man weiß ja nicht: Geht das wieder weg? Bleibt das jetzt so? Und wo ist das alles? Da war doch mal was?

Und auch dieser ausgelaugte Teil gehört heute zu mir und hat einen festen Platz in mir bekommen.
Er darf sein und sich wachsam melden, wenn ich meine Pausen vergesse und mir zu viel zumute.
Heute ist es ein Geben und Nehmen – Ich passe auf ihn auf, damit er nicht wieder so gefordert wird. Und er passt auf mich auf, dass ich nicht wieder in alte Muster rutsche.

Feeling empty

Meine verschollenen Seiten

Dieser leere, ausgelaugte Teil hat mir geholfen andere Seiten in mir wieder zu erwecken, die lange in einer Art Winterschlaf lagen.
Im Laufe meiner Gesundung (zu gegebener  Zeit erfahrt ihr noch mehr dazu) habe ich mich nach und nach wieder „zusammengepuzzelt“.

Und „Puzzeln“ ist tatsächlich das beste Wort dafür. Erst fand ich einen Teil wieder, dann den nächsten dann noch einen…. und dann kamen immer mehr.

Da war zum Beispiel

  • Die kreative Caro, die so gerne malt, zeichnet und gestaltet
  • Die sensible Caro, die alles andere als kühl und nüchtern ist
  • Die schüchterne Caro, die es eigentlich nie mochte in erster Reihe zu stehen
  • Die ruhige Caro, der viel Trubel schnell auch mal zu viel werden kann
  • Die unsichere Caro, die auch mal um Hilfe bittet, wenn sie nicht weiter weiß
  • Die gesellige Caro, die gerne Zeit mit ihren Freunden und ihrer Familie verbringt
  • Die idealistische Caro, die weiß, dass die Gesellschaft mehr kann, wenn sie will
  • Und viele, viele mehr

Und da wurde mir zum ersten mal so richtig der Satz bewusst

„Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“

Wow! Ja krass, ich bin richtig viele! Und ich bin froh darüber, dass sich so viele Seiten in mir tummeln, die heute alle wieder einen Platz gefunden haben!

Hast du auch manchmal das Gefühl, dass da Teile in dir sind , die nicht gesehen werden?
Oder Teile, die die Überhand genommen haben?
Wenn du Lust hast deine Anteile zu erkunden und zu sortieren, melde dich bei mir und nutze mein Kontaktformular!

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Deine Caro

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